Die Produktion von hochwertigem Gemüse erfordert hochwertiges Saatgut

2015

Der HOFLIEFERANT hat gerade wieder eine Spende in Höhe von 3.000,-€ für das Saat:gut Projekt auf Christiansen's Biolandhof überwiesen.

Eine gute Investition in unsere Zukunft!

 

 

 

Warum unseren Partnerhöfen eigenes Bio-Saatgut wichtig ist

Früher hielt der Bauer oder Gärtner einen Teil seiner Ernte zurück, um Saatgut für das nächste Jahr zu haben. Nachhaltiges Wirtschaften war unerlässlich für den Fortbestand.

Heutzutage kommt das meiste Saatgut von Firmen, die global agierende Chemiekonzerne sind. Saat und Pflanzenschutz liegen in einer Hand.

Wegen derer wirtschaftlicher Interessen haben sich Hybridzüchtungen oder gentechnische Verfahren als Züchtungsmethode beim Saatgut durchgesetzt.

Durch Kreuzung werden dabei bestimmte Merkmale einer Pflanze verstärkt. So erreicht die erste Generation von Pflanzen überdurchschnittlich gute Züchtungsergebnisse.

Das Saatgut dieser Pflanzen kann aber nicht wieder ausgesät werden, weil es seine Homogenität verliert und die nächste Generation keine Erträge bringt.

Moderne Züchtungen - sogenannte CMS-Hybriden lassen sich gar nicht vermehren, denn die männliche Sterilität verhindert die Fruchtbarkeit.

Dahinter steckt eine perfide Geschäftsidee: Bauern und Gärtner können Ihre Saat nicht selber gewinnen sondern sind gezwungen, patentiertes, unfruchtbares Saatgut immer wieder neu zu kaufen.

Ökologisch gezüchtetes Saatgut ist im Gegensatz dazu für die Vermehrung geeignet. Hier spricht man von "samenfesten" Sorten.

Nur mit samenfesten Sorten können Bio-Gärtner ihr eigenes Saatgut gewinnen und Sorten entwickeln, die den regionalen Gegebenheiten angepasst sind.

Seit vielen Jahren züchtet Saat:gut e.V. samenfeste Gemüsesorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Möhren, Pastinaken und Rote Bete.

Durchschnittlich sind 12 Jahre Arbeit nötig, bis eine ökologische Züchtung marktfähig ist. Der letzte Schritt ist die Anmeldung beim Bundessortenamt.

Die Finanzierung dieser langwierigen Arbeit ist eine große Herausforderung, bei der Saat:gut e.V. auf Unterstützer und Spenden angewiesen ist.

Der HOFLIEFERANT unterstützt  finanziell das Saat:gut Projekt auf Christiansen's Biolandhof und Sie können das auch - zum Beispiel durch einmalige Spenden oder förderndes Mitglied der Saat:gut e.V.

Heinz-Peter Christiansen berichtet in einem Video

Das Projekt Saat:gut auf Christiansen's Biolandhof