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Folientunnel des Züchtungsprojekts

Saat:gut - ein Projekt mit Ausdauer

Christiansen's Biolandhof ist immer einen Besuch wert. Wir waren vor Ort und haben uns einen Überblick über die Entwicklung des Projekts Saat:gut verschafft. Mittlerweile ist das Projekt im 10. Jahr und es hat sich so einiges getan. Züchtung von Saatgut ist langwierig und kostenintensiv. Deshalb spenden wir im Zuge der Mehrwertsteuersenkung 5.000€ an den Saat:gut e.V.. Besonders freuen wir uns über die Gelegenheit, ein exklusives Interview mit Heinz-Peter Christiansen zu führen.

Interview mit Heinz-Peter Christiansen

Warum habt ihr euch dafür entschieden, das Projekt Saat:gut zu starten?
''Saatgut war immer in gärtnerischer und bäuerlicher Hand und seit den letzten 150 Jahren ist das so privatisiert in Bereiche, die früher noch kleinstrukturiert waren und inzwischen sich auf 3 bis 4 große, multinationale Konzerne konzentriert haben, die sehr ökonomisch ausgerichtet arbeiten. Das heißt, die konventionelle Züchtung wird immer strikter unter finanziellen Gesichtspunkten betrieben und das führt zu immer invasiveren Labortechniken und weg von der Arbeit mit der ganzen Pflanze. Wenn wir im Bio-Bereich auf Gentechnik verzichten wollen, dann müssen wir eben eigene Sorten entwickeln und eigenes Saatgut produzieren und deshalb haben wir vor 10 Jahren angefangen mit dem Projekt.

Wir arbeiten immer schon daran, dass wir ökonomisch so aufgestellt sind, dass wir nicht nur die tägliche Arbeit bewältigen, sondern uns auch den Zukunftsaufgaben für den Ökolandbau, die wir sehen, widmen können.''

Wie sahen dann die ersten Schritte aus?
''Als ersten Schritt haben wir uns einen Vortrag angehört von einem Züchter, der mit Zuckermais eine Züchtung angefangen hat, wo man aus Hybriden heraus wieder eine samenfeste Sorte züchten kann. Hybridsorten entstehen aus der Kreuzung von Inzuchtlinien. Sie sind ertragreicher als ihre Eltern. Das hat uns als Züchtungsansatz überzeugt und das haben wir versucht mit Blumenkohl und Brokkoli auch umzusetzen. In den ersten Jahren haben wir die verfügbaren Hybridsorten auf dem Feld gesichtet. Die modernen Sorten, die auf den Markt kamen, die sind zu dem Zeitpunkt schon gentechnisch verändert gewesen.

Markus Marquardt und Heinz-Peter Christiansen zwischen Möhren in der Blüte

Wir mussten erst rausfinden, welche Sorten wir überhaupt noch nehmen konnten. Diese Sorten haben wir dann miteinander gekreuzt und das Ergebnis im nächsten Jahr auf dem Feld wieder angeguckt. Dann haben wir eine Negativselektion aus diesem Bestand gemacht - Das heißt, wir haben die Pflanzen rausgerissen, die nicht gut genug waren und von den besseren Pflanzen haben wir das Saatgut geerntet und im nächsten Jahr wieder ausgesät und somit immer eine Verbesserung erreicht. Jetzt sind wir im 10. Jahr. Nach dem 6. Jahr haben wir mit der positiven Massenselektion angefangen - Das heißt wir haben nicht mehr mit 100 Pflanzen gearbeitet, sondern wir hatten 6.000 Pflanzen auf dem Feld und von diesen 6.000 haben wir wieder die 100 besten Pflanzen rausgesucht und die wieder in die Züchtung genommen. Wir hatten gehofft, das wäre der große Durchbruch auf den wir gewartet hatten, doch das war leider nicht der Fall, denn es tauchten auch in den Nachkommenschaften dieser 100 Pflanzen noch wieder welche auf, die uns nicht gefielen und deshalb haben wir dann einen neuen Ansatz gewählt: Wir haben eine Vollgeschwisterselektion gemacht, wo man aus Hybriden heraus wieder eine samenfeste Sorte züchten kann. Moderne Sorten als Ausgangsmaterial für die Züchtung zu nehmen: dieser Ansatz hat uns überzeugt. Das haben wir jetzt 2 Jahre gemacht und haben nun ein Ergebnis, das schon viel besser aussieht.''

Was ist das Ziel?
''Im Biolandbau wollen wir keine Gentechnik einsetzen. Die neuen Sorten, die von den großen Konzernen auf den Markt gekommen sind, sind nun mal gentechnisch verändert. Es besteht einfach eine Saatgut-Lücke für den Bio-Bereich und um die zu schließen, haben wir angefangen, neue samenfeste Bio-Sorten zu entwickeln.''

Blumenkohl in der Blüte

Auf was für Probleme und Hindernisse seid ihr gestoßen?

''Wenn man als Erwerbsgärtner Blumenkohl und Brokkoli anbaut dann stehen die etwa ein viertel Jahr auf dem Feld. Ein viertel Jahr eine Pflanze gesund zu halten ist relativ einfach. Wenn man mit der gleichen Pflanze züchten will, dann steht die 9 Monate auf dem Feld und es tauchen plötzlich Krankheiten auf, die wir vorher gar nicht ernst nehmen mussten. Die Pflanze muss eben 9 Monate gesund bleiben und dafür muss man schon genauer gucken, wie man das angeht.

Ob man da nun mit Hilfsmitteln wie Pilzen arbeitet, die als positiver Pilz schon den negativen Pilz verhindern können oder ob wir mit Nützlingen arbeiten, um so den Druck von dem Insektenfraß zu verhindern - Das muss man je nach Kultur unterscheiden.''

Wobei könnt ihr Hilfe gebrauchen?
''Züchtung ist einfach ein langwieriger Prozess. Bei einjährigen Kulturen wie Blumenkohl und Brokkoli dauert eine Generation ein Jahr. Bei Rote Bete, Pastinaken und Möhren dauert eine Generation 2 Jahre. Und wenn man ungefähr davon ausgeht, dass wir 10 Generationen brauchen, um eine Sorte fertigzukriegen, heißt das bei 2-jährigen 20 Jahre bis man ans Ziel kommt, wenn alles klappt und bei Einjährigen auch schon mindestens 10 Jahre. Wir sind jetzt im 10. Jahr, sind aber noch nicht zufrieden mit unserem Blumenkohl und Brokkoli und züchten daran weiter. Wir sind schon ziemlich weit, aber noch nicht am Limit angekommen denke ich.

Wir haben bisher Förderunterstützung von unseren 120 Mitgliedern im Verein bekommen, wie auch Spenden aus dem ökologischen Groß- und Einzelhandel. Wir bedanken uns herzlich, für die regelmäßigen Spenden, die wir vom Bio-Hoflieferanten und seinen Kunden bekommen! Wir merken, dass die Förderung nach 10 Jahren ein bisschen schwieriger wird. Wir brauchen die finanziellen Mittel aber, um an der Züchtung weiter arbeiten zu können. Bisher konnten wir ökonomische Lücken aus dem eigenen Betrieb decken. Wenn wir aber so wie die letzten drei Jahre zunehmend Schwierigkeiten im Anbau haben, dann sind die Grenzen der Ökonomie beim Betrieb eben auch zu sehen. Wir können nicht alles in der Züchtung weiterhin so unterstützen und sind daher darauf angewiesen, dass wir mehr Mitstreiter finden, die uns unterstützen, sei es als Sponsoren oder als Mitglieder im Saat:gut e.V.''

Der HOFLIEFERANT spendet die Mehrwertsteuer

An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Wir spenden im Zuge der Mehrwertsteuersenkung 5.000€ an das Projekt Saat:gut von Christiansen's Biolandhof. Wir planen weitere Spenden an regionale Projekte wie dieses und haben neben den Spendenaktionen in den Angeboten eine neue Kategorie für Sie eingeführt. Dort bieten wir Ihnen hier jede Woche neu besonders beliebte Produkte an, die in keinem Haushalt fehlen sollten. Sie sparen spürbar jeweils 10% auf den regulären Preis. 

>>>Zur Kategorie % Aktion MEHRwertsteuer<<<

Markus Marquardt und Heinz-Peter Christiansen

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden, was kommende Aktionen angeht und wie Sie bei uns auch in Zukunft sparen können.

Besuchen Sie gerne auch die Website von Chritiansen's Biolandhof und des Fördervereins Saat:gut e.V..

Bioland
Blumenkohl
Regional
Bioland
3,49 €
| 1 Kopf
Kopf
Bioland
Rote Bete
Regional
Bioland
2,99 €
| 1,0 kg
kg
Bioland
Buschbohnen
Regional
Bioland
7,99 €
| 1,0 kg
kg
Bioland
Bundmöhren
Regional
Bioland
2,49 €
| 1 Bund
Bund
Bioland
Rettich weiß
Regional
Bioland
1,99 €
| 1 Stück
Stück
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Kartoffeln
Regional
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2,39 €
| 1,0 kg
kg
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Kartoffeln 2,5kg
Regional
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5,79 €
| 1 Beutel
Beutel
Bioland
Kartoffeln 5kg
Regional
Bioland
10,99 €
| 1 Beutel
Beutel
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